Rosmarin

Owohl im Mittelmeerraum heimisch, wird Rosmarin auch gern in Deutschland angebaut. Er ist relativ selten unter den Heilpflanzen, hat eine anregende Wirkung und spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck. So sollen morgendliche Armbäder bei derartigen Beschwerden Wunder bewirken können aber auch sonst ist der Rosmarin ein weitreihendes Heilmittel. Er vereint eine ganze Apotheke auf Naturheilbasis in sich und ist obendrein eine hübsch anzusehende Zierpflanze. Gartenbesitzer sollten ihn in der Kräuterecke daher fest mit einbeziehen.



Im Mittelmeerraum wird der Rosmarin schon seit dem Altertum hoch geschätzt. Er steht als Symbol für die Schönheit und die Liebe und war der Göttin Aphrodite geweiht. Sein lateinischer Name bedeutet in der Übersetzung soviel wie „Tau des Meeres“. Zum Schutz von Neugeborenen und Kleinkindern wurde er ihnen früher in die Wiege gelegt. Er diente als Braut- sowie als Grabschmuck. Somit war er ein Begleiter, das ganze Leben lang.

Seine Verbreitung in Europa ist den mittelalterlichen Mönchen zuzuschreiben weil er in mitteleuropäischen Klöstern als wichtige Heilpflanze eingesetzt wurde. So ist er in vielen mittelalterlichen Kräuterbüchern vorzufinden. Dort wurde er nicht nur zur Behandlung von etlichen Krankheitsbilder empfohlen sondern galt auch als Tipp zur Potenzsteigerung. In Verbindung mit Ziegenmilch fand er Anwendung bei der Behandlung von Tuberkulose und wurde bei Hautkrebs aufgetragen.

Auch war er eine wichtige Zutat für eines der ersten Parfüme. Das ätherische Rosmarinenöl wurde dafür in Weingeist gelöst und erhielt den Ruf zu großer jugendlicher Schönheit zu verhelfen. Man nannte die Mixtur früher „Ungarischer Königinnengeist“ weil er angeblich der 72-jährigen und gelähmten Königin von Ungarn dazu verhalf, dass der polnische König um ihre Hand anhielt. Es gibt Gegenden wo der Rosmarin noch heute als Brautstrauß verwendet wird.

Ein Tipp von uns ist der Rosmarintee der Firma Kneipp.

Rosmarintee

Rosmarin